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SEED OF PAIN - BLINDFOLDED & DOOMED |
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Label: Cobra X / Apil |
11.12.2009 |
 | Weit draussen sehen sie sich selber, weit weg von der Formelhaftigkeit und der Austauschbarkeit des Hardcores. Viel Post-Punk, Post-Rock und Industrial haben sie gehört bis sie ihren Stil zu diesen Punkt hin gebracht haben, wo sie sich selber sehen. Doch machen die Luzerner immer noch Hardcore, wenn auch ihre ganz eigene Interpretation.
Gottfried Benn eröffnet denn auch eine Platte, welche ähnlich wie der Bandsound in ein Konzept hineinwächst. Mit dem wunderbar knappen und dunklen Gedicht, welches den Song „Nur zwei Dinge“ - keine Angst, der einzig Deutschsprachige – so wunderbar nihilistisch startet, bildet er die Basis für die bitteren und sehr kritischen Texte von Matthias. Und diese sind wirklich auch hervorragend gelungen, nie zu abstrakt, nie zu plakativ. Genau wie die Musik, die von eigentlich einfachen Gitarrenfiguren geprägt ist, die aber immer überraschend und sehr ausgefeilt sind. In einem spröde produzierten Klangbild sind diese manchmal ausufernd, manchmal erfreulich prägnant. Doch das hier verkommt nie zu ordinärem Post-Rock, viel zu sehr ist die Rhythmusarbeit zu ausgefeilt, das Hardcore-Element in Riffing und Gesang zu präsent. Insgesamt haben Seed Of Pain einen riesigen Schritt vorwärts gemacht und schaffen dabei oft sehr magische Momente. Speziell sind da natürlich die zentralen Songs „Blindfolded“, welches mit einem brillanten Gastauftritt von Les Yeux Sans Visage-Sänger Remo Helfenstein und einem tollen Spannungsverlauf glänzt. „Doomed“ ist dann viel härter und dunkler, erinnert dabei fast am stärksten an „alte“ Seed Of Pain gespickt mit Effekten und einer „zweiten“ Gitarre. Besonders live vermögen die (halb-)instrumentellen Songs, welche sich vereinzelt eines gewissen Interludecharakters nicht erwehren können, ihre hypnotische Wucht zu entfalten, dann auch real mit zweiter Gitarre. Doch die fröhlichen Genossen präsentieren hier viele hochpotente Songs, die so wunderbar zwischen Epik und Härte pendeln, das man nur andächtig lauschen kann.
Hardcore mit Atmosphäre, Effekten und erweiterter Instrumentierung könnte man das wohl nennen. Auch ohne Etiketten beweisen Seed Of Pain, dass sie grosse Songs schreiben können, die beklemmen und mitreissen. Sicherlich ist dieses Album ein Favorit für die Jahresbestliste der helvetischen Musik.
Gibt’s als wunderbar gestaltete Gatefold-Vinyl-Version und als CD mit Bonusremixes.
http://www.myspace.com/seedofpain
http://www.sopcollective.org/
http://www.myspace.com/cobraxrecords
by reto | |
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mike |
27.12.2009 |
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die sauf ich trotzdem immer wieder unter den tisch.. |
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Hutschläger |
17.12.2009 |
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Die Band, die Hardcore verraten hat. |
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vnv |
14.12.2009 |
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kann ich unterschreiben, auf einkaufsliste! |
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sumsRecords |
12.12.2009 |
In der Schweiz hier erhältlich:
www.sumsrecords.ch/shop |
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