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Label: Dackelton
Keine Ahnung, ob das nur anekdotische Evidenz besitzt, aber deutsche Käffer scheinen immer besonders lustige Namen zu haben. Ich erinnere mich nur an fröhliche Fahrten durch Mehlteuer, Petting und Darmstadt. Nundenn, die ausgesprochen dorfig betitelte Band Dorfterror kommt immerhin aus Oberbillig.
Und die Band klingt denn auch unglaublich stark nach ihrem Namen. Im besten Sinne klingen sie wie eine Gruppe Kids, die nach der Schule eine rebellische Band gegründet haben, die sich stark dem poppigen Deutschpunk und den Toten Hosen verschrieben hat. Irgendwie eine altmodische Vorstellung, aber schön gibt es das immer noch. Und ja, die machen das ausgesprochen solide: Das ist energetischer druckvoller Deutschpunk mit zupackenden Songs, die alle Trademarks abarbeiten. Dazu gibt es abwechslungsreichen Gesang aus mehreren Kehlen (inkl. dem herausstechenden und sehr guten Gesang von Bassistin «Chili»). Die Texte sind natürlich dem rebellischen Geist der Deutschpunk-Jugend entsprechend und stabil («Kein Fussbreit» als weitere Antifa-Hymne). Das hinter jeder Ecke lauernde Pathos hätte es natürlich nicht gebraucht («Blaue Haare» oder «Kein Lied vom Teilen»). Besonders der Songtypus «schnell und hart» steht der Band ganz gut, was auch an der starken Produktion von Kurt Ebelhäuser (von Blackmail!) liegt.
The Kids are alright könnte man sagen, mindestens dieses Dorf mit komischen Namen hat im lokalen Jugi eine steile Band parat. Grundsätzlich sollte man mehr Blackmail (wieder)hören!
6/10
Veröffentlichung: 6. März 2026
https://www.instagram.com/dorfterror/
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reto
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