AMPSURFER - BRING OUT THE FINE CHINA

20.4.2026

Label: -

Die AMPSurfer aus dem schönen Oberwallis veröffentlichen mit "Bring out the Fine China" ihre neue EP. Sie selbst beschreiben sich als eine Mischung aus Anker Bier, der Liebe zu Enten und schlechten Witzen. Da stellt sich mir sofort die Frage: Was haben die Walliser eigentlich immer mit diesen Enten? Auch Fluffy Machine, ebenfalls aus dem Wallis, nennen sich "Duck Rock" hmmm...Vielleicht löse ich dieses Rätsel später...

Doch erstmal zur Musik.
Mit einer Spielzeit von 26 Minuten, sechs Songs plus Intro könnte man "Bring out the Fine China" fast schon als Album durchwinken. Das sympathische Trio rund um Pedro, Luki und Lukas bleibt jedoch bescheiden und bezeichnen das ganze lieber als EP

Musikalisch liefern AMPSurfer melancholischen Punkrock mit einer Prise Indie: mal schnell und druckvoll, mal melodisch verträumt dann wieder dreckig groovig. Und als wäre das noch nicht genug, wartet zum Abschluss sogar eine beinahe zehnminütige Punk-Hymne. Dass man hier und da einen schiefen Ton zu hören vermag, stört überhaupt nicht. Im Gegenteil.

Gerade die rohe Produktion verleiht der EP ihren Charme. Man hört sofort, dass diese Band einfach Lust auf Musik hat und sich selbst nicht zu ernst nimmt. Zu meinen persönlichen Anspiel Tipps gehören klar "Free Mind" und "Pine in the Field". Letzterer wurde bereits vorab als Single veröffentlicht inkl. aufwendig produziertem Musikvideo.

Auch dort legt die Band selbst Hand an und spart nicht mit Selbstironie: Drums auf einer Wiese, mittelmässige Skate-Skills, ein Bass-Solo im Schnee und dazu traumhafte Walliser Berglandschaften. Das Video transportiert genau das, was auch die Musik ausmacht Herz, Humor und eine gute Portion D.I.Y

Fazit:
Mit „Bring out the Fine China“ liefern AMPSurfer eine solide EP ab. Eine wirklich coole junge Band mit viel Witz, Charakter & Selbstironie. Punk eben! Wer auf den frühen Sound von Blink 182 oder Jawbreaker steht, könnte hier durchaus seine neue Lieblingsband entdecken.

Quelle: instagram.com/ampsurfer
Review by Dario Füchslin


By Dario Füchslin

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